Pressemitteilung vom 30. März 2017

Tatort Supermarkt: Wer haftet, wenn sich der Kunde verletzt?

Ein Kunde rutscht beim Einkaufen im Supermarkt auf einem Salatblatt aus, das auf dem Boden liegt. Dabei stürzt er und verletzt sich. Nun stellt sich die Frage, wer haftet für den entstandenen Schaden?
„Verletzt sich der Kunde im Geschäft, kommen unterschiedliche Haftungs-problematiken zusammen“, erklärt Eva Schönmetzler, Fachberaterin im Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Schönmetzler weiter: „Grundsätzlich ist der Händler hier zum Ersatz des entstandenen Schadens verpflichtet.“ Kann dem Kunden ein Mitverschulden nachgewiesen werden, hat dies meist zur Folge, dass sich die Schadensersatzpflicht des Händlers reduziert.
„Stoßen dagegen zwei Kunden unbeabsichtigt in einem Geschäft zusammen und einer der beiden verletzt sich, trifft den Händler meist keine Pflicht zum Ersatz des Schadens“, erklärt Schönmetzler. In diesem Fall haben die Beteiligten den entstandenen Schaden untereinander zu regulieren“, so Schönmetzler.
Damit der Einkauf unfallfrei vonstattengehen kann, sollten sowohl der Händler als auch der Kunde Folgendes beachten. Der Händler hat Sorge dafür zu tragen, dass die Laufwege für seine Kunden frei sind und keinerlei Rutschgefahr besteht, erklärt die IHK-Rechtsexpertin. Und der Kunde hat sich während seines Aufenthalts im Geschäft so zu verhalten, dass er weder sich noch andere Kunden in Gefahr bringt.