Pressemitteilung vom 3. Mai 2017

IHK Delegation zieht positive Bilanz nach Gesprächen zur EU-Energiepolitik in Brüssel

Die Belastungen für die schwäbische Wirtschaft sind durch die hohen Steuern und Abgaben bei den Strompreisen hoch. Zudem ergab eine Studie der IHK Schwaben eine zunehmende Stromimportabhängigkeit ab dem Jahr 2023 für den Standort Bayerisch-Schwaben. Deshalb ist eine Delegation der IHK Schwaben unter Leitung von Hartmut Wurster, stellv. Präsident der IHK Schwaben, zu Gesprächen mit Entscheidungsträgern nach Brüssel gereist, um den Standpunkt und die Sorgen der schwäbischen Unternehmer hinsichtlich der EU-Energiepolitik zu diskutieren.

Zentrale Themen, die die Delegation  der IHK Schwaben mit den MdEP Markus Ferber und Dr. Angelika Niebler sowie Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt, Leiter der Generaldirektion Energiebinnenmärkte der EU-Kommission und Stefan Moser, Abteilungsleiter Versorgungsicherheit in der GD Energiebinnenmärkte der EU-Kommission besprochen wurden, waren
  • Chancen eines europäischen Strombinnenmarktes und die Bedeutung für die Versorgungssicherheit in Schwaben
  • die geplante bundesweite Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte
  • der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft
  • das Clean-Energy Paket der EU-Kommission – was kommt auf die bayerisch-schwäbischen Unternehmen zu
Der stellv. Präsident der IHK Schwaben Hartmut Wurster zieht eine positive Bilanz der Gespräche in Brüssel: „Eine Trennung der innerdeutschen Strompreisezone wird momentan von der Kommission nicht angestrebt. Das ist ein positives Signal für ganz Süd-Deutschland. Der europaweite und vor allem staatenübergreifende Netzausbau und die Etablierung eines europäischen Strombinnenmarktes sind zukünftig die zentralen Hand-lungsfelder in der Energiepolitik der EU. Die Wichtigkeit auch für die Versorgungssicherheit des Standortes Schwaben wird in Brüssel erkannt und entsprechende Maßnahmen forciert“. Hemmnis bleiben jedoch die unterschiedlichen nationalen Interessen der einzelnen Mitgliedsstaaten, die eine schnelle Umsetzung der energiepolitischen Ziele erschweren.