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TOURISMUSKONJUNKTUR HERBST 2011

Goldener Herbst belebt Konjunktur im Gastgewerbe und beflügelt die Reisebranche

Die Ergebnisse der Tourismusbilanz Allgäu/Bayerisch Schwaben Herbst 2011 blicken auf die abgelaufene Sommersaison und geben die Erwartungen für die kommende Wintersaison wieder.

Gastgewerbe

Der goldene Herbst brachte für das heimische Gastgewerbe nochmals einen Schub für die Konjunktur. Die Geschäfte verliefen daher für 43 % im Sommer und Herbst recht gut und somit auch besser als in den beiden vorangegangenen Umfragen. Das gute Konsumklima in Deutschland hat die Nachfrage nach Kurzurlauben in der Heimat befördert. Hiervon konnte das Allgäu und Bayerisch Schwaben profitieren. Im Trend liegen Städtetrips, Wellness- und Aktivurlaube.
Die Meldungen zur Schuldenkrise tragen nicht dazu bei, dass die Gastbetriebe sorgenfrei in die kommenden Monate blicken. Dennoch denken zwei Drittel, dass die Konjunktur stabil bleiben wird. Etwas mehr als jeder fünfte Unternehmer hofft auf optimales Winterwetter und damit auf eine bessere Geschäftslage für sein Haus. Die negativen Prognosen haben nur leicht zugenommen und liegen aktuell bei 13 %. Die größten Risiken für die Branche werden v.a. in den steigenden Energiepreisen gesehen, im Fachkräftemangel und den Arbeitskosten, sowie in den wirtschaftspolitischen Entwicklungen. Das Thema Finanzierung und die Entwicklung in der Inlandsnachfrage spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Reisebranche

Die gute Konjunktur in Deutschland hat in der Sommersaison die Reisebranche beflügelt: Nach 36 % in der Frühjahrsumfrage berichten aktuell 53 % der heimischen Unternehmen aus diesem Bereich, dass sie auf eine gute Geschäftslage blicken. Der Umsatz war daher bei 55 % stabil und hat bei jeder dritten Firma spürbar angezogen. Die Deutschen sind somit ihrem Ruf als Reiseweltmeister wieder gerecht geworden. Zugenommen haben deutlich die Geschäftsreisen ins Ausland. So haben v. a. Reisebüros und –veranstalter profitiert. Der Bustourismus konnte überwiegend bei Reisen innerhalb Deutschlands eine positive Entwicklung verzeichnen.
Der Großteil der Reisebranche rechnet mit einer weitgehend stabil verlaufenden Konjunkturentwicklung. 24 % geben sich optimistisch und hoffen auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Auch sind die negativen Aussagen von 20 % auf 12 % zurückgegangen. Der Trend immer kurzfristiger zu buchen lässt die Branche allerdings im Ungewissen, da schlecht abgeschätzt werden kann, wie die weltpolitische Entwicklung das Nachfrageverhalten der heimischen Kunden bei Reisen beeinflussen wird.

DOKUMENT-NR. 134259

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