MAGISTRALE FÜR EUROPA
IHKs setzen sich bei Ramsauer für Bahn-Magistrale im Süden ein
Die europäische Schnellbahnstrecke von Paris nach Budapest muss schnellstmöglich Wirklichkeit werden. Deshalb haben die vier IHKs von Stuttgart, Ulm, Schwaben und München am 19.03.2013 ein Positionspapier an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer übergeben. Sie fordern, die süddeutsche Teilstrecke der Schienenverbindung zeitnah auszubauen.
In dem Papier setzen sich die vier IHKs Stuttgart, Ulm, Schwaben und München für die Stärkung der süddeutschen Teilstrecke des künftigen EU-TEN-Korridors 10 von Paris bis Budapest ein. In dem Schreiben fordern sie den zeitnahen Ausbau der Schienenstrecke von Stuttgart über München nach Freilassing. Dies umfasst das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21", die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sowie den Ausbau Neu-Ulm-Augsburg und München-Mühldorf-Freilassing.
Die Gesamtstrecke solle im Bundesverkehrswegeplan 2015 als "Vordringlicher Bedarf" bzw. in der neuen geplanten Kategorie "Vordringlicher Bedarf plus" eingestuft werden, fordern die IHKs. Es gehe auch um ein klares und unmissverständliches Signal des Bundes, dass er trotz der von der EU-Kommission vorgeschlagenen nördlichen Trasse Frankfurt-Nürnberg-Regensburg-Linz uneingeschränkt hinter dem Hochgeschwindigkeits-Ausbau der "Magistrale für Europa" über Stuttgart, Ulm, Augsburg und München stehe. Dies sei für die internationalen Verkehre die schnellere und attraktivere Verbindung.
Durch den neuen nördlichen transeuropäischen Bahnkorridor über Frankfurt, Nürnberg, Regensburg nach Linz entstehe keine Konkurrenz für die bisherige „Magistrale für Europa“ (TEN) Paris–Wien–Budapest über Stuttgart, Ulm, Augsburg und München: Dies zumindest versicherte Minister Ramsauer in dem Spitzengespräch mit den IHK-Präsidenten und -Hauptgeschäftsführern am 19.03.2013 in Berlin. Ramsauer erklärte, die „Südstrecke“ habe eindeutige Vorteile und ein Ausbau der „Nordstrecke“ werde allein schon wegen des Ausbau-Vorsprungs im Süden und wegen fehlender finanzieller Mittel erst sehr viel später fertig werden. Anderslautende „Ängste“ seien „unnötig“.
Vor allem die IHK Schwaben hatte wiederholt auf die Bedeutung der „Südstrecke“ nicht nur für den transeuropäischen Verkehr, sondern auch für den aufkommensstarken innerdeutschen Verkehr in der Relation Rhein/Ruhr–Rhein/Main–München hingewiesen. Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm, mit dem die Züge um fast 30 Minuten schneller werden, ist notwendig, dass die „Südstrecke“ bei der Fahrzeit attraktiver wird bzw. bleibt.
Das Positionspapier steht in der rechten Spalte zum Download zur Verfügung.
