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KONJUNKTURUMFRAGE HERBST 2011

Erste Wolken am Konjunkturhimmel trüben Perspektiven

Nach einer hervorragenden konjunkturellen Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren scheint die bayerisch-schwäbische Wirtschaft auf dem Konjunkturgipfel angekommen zu sein. Von einer nochmaligen Verbesserung der Geschäftslage gehen aber inzwischen immer weniger Unternehmen aus. Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin groß, was die Region bei steigendem Fachkräftemangel vor Herausforderungen stellt. Es wird nach wie vor kräftig investiert, wenn auch mit nachlassender Dynamik.

Das größte Risiko sehen die Unternehmen in gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen sowie den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Verunsichert wird die Wirtschaft durch die Staatsschuldenkrise und die wirtschaftliche Schwäche vor allem der südlichen EU-Länder. Das Vertrauen in die Lösungskompetenz der EU steht auf dem Spiel. Wenn Bevölkerung und Wirtschaft zunehmend das Gefühl haben, dass die EU nicht fähig ist die Krise zu meistern, wird die Realwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Neben dieser psychologischen Komponente werden aber die noch nicht absehbaren Auswirkungen auf den Finanzsektor eine entscheidende Rolle für die weitere wirtschaftliche Entwicklung spielen.